"Häufig werden wir auf Englisch begrüsst. Wenn wir dann mit einem breiten "Moin" antworten sind die Leute ziemlich irritiert" so Keyboarder Alex. Anders als ihre Musik vermuten lässt, kommt die Band Stanfour nicht aus den Staaten sondern von der verträumten Nordseeinsel Föhr.

Ihr Hit "For All Lovers" läuft im Radio rauf und runter und hält sich seit Monaten in den Single-Charts. "Unsere Wurzeln liegen in der Rockmusik der 80er Jahre, die wir etwas moderner aufbereitet haben", so Sänger Konstantin.

Vorbilder sind Bands wie Matchbox 20, 3 Doors Down oder Incubus. Und der amerikanische Einfluss in ihrer Musik kommt nicht von ungefähr: Vor knapp zehn Jahren sind die beiden Brüder Alex und Konstantin Rethwisch von ihrer nordfriesischen Heimat nach Kalifornien aufgebrochen, um sich in der dortigen Musikszene durchzuschlagen. Zunächst hausten sie gemeinsam in einem Zimmer. Dann ergatterten sie ein Praktikum bei einem Produzenten und komponierten Musik für US-Fernsehfilme und Serien.

Einige Jahre später kehrten sie nach Deutschland zurück. Gemeinsam mit den in Hamburg lebenden Musikern Eike Lüchow und Christian Lidsba gründeten sie Stanfour. Die vier zogen sich in ihr Studio auf Föhr zurück, um ganz ohne Plattenfirma und Management an ihrem ersten Album zu basteln. "Wir lieben die Abgeschiedenheit der Insel und die Inspiration des Meeres", sagt Gitarrist Eike. "Hier haben wir Ruhe, um uns auf die Musik zu konzentrieren."

Die wertvollen Kontakte, die die Rethwisch-Brüder in Los Angeles aufgebaut haben, kamen Stanfour später zu Gute. An den 13 Songs ihres Albums "Wild Life" wirkten renommierte Songwriter wie Desmond Child mit, der bereits für Robbie Williams, Iggy Pop, Aerosmith oder Bon Jovi Lieder schrieb. Ihr Hit "For All Lovers" wurde von Sat.1 als Trailer-Musik zur Fernsehshow "Nur die Liebe zählt" ausgewählt und ist auf dem Weg in ganz Europa die Radios zu erobern. Der Song dreht sich, wie die meisten anderen auch, um die Liebe mit all ihren Freuden und Schmerzen. "Wir singen über jegliche Stadien, die man in Beziehungen durchläuft, du willst, du hast, du willst raus", sagt Christian.

Wenn es mal nicht um die Band geht, treiben die Jungs gern Sport, spielen Fußball oder gehen ins Kino.. "Aber meistens dreht es sich doch um Musik», erklären die vier einstimmig. "Wir ticken alle ähnlich, anders würden wir es auch gar nicht aushalten." Schließlich verbringen die Jungs seit drei Jahren fast jeden Tag gemeinsam.